Der Blog von Marion Rosenkranz

Marion Rosenkranz

Märchen und Metaphern und ihre Impulse begleiten mich mein Leben lang. Schon als Kind ließen mich Märchen und Metaphern, die nach einem Stichwort aus meiner Mutter nur so heraussprudelten an ihren Lippen kleben, denn sie gaben mir, was ich in diesem Moment brauchte und so lernen durfte.

Märchen, Metaphern, Geschichten waren und sind meine ständigen Begleiter: Persönlich, als Mutter und Ehefrau, in meiner fast 30-jährigen Tätigkeit als Rechtsanwältin sowie als Trainerin und Coach.

Je nach Lebenssituation und Kontext nutze ich Metaphern und Bildsprache, um meinen Gesprächspartnern, Zuhörern, Lesern komplexe Themen, Sachverhalte leichter verständlich, zugänglich und anwendbar zu machen sowie Vorbehalte und Hürden abzubauen.

Beispielsweise eröffne ich als Rechtsanwältin gern das Thema Erbfolge und Testament im Rahmen einer Unternehmensnachfolge mit der Frage: „Was wäre wenn der … vom Luftballon überrollt wird“? Mit einem Lächeln auf den Lippen lässt es sich einfacher über das Sterben und über den Fall und die Konsequenzen sprechen, auch „wenn nicht der Reihenfolge nach gestorben wird“. und dann geht es ans Eingemachte …

Metaphern und Märchen sprechen den Menschen indirekt an. Sie sprechen ihn dort an, wo er ist unabhängig von seinen Aufgaben und seiner Rolle. Für mich sind Metaphern ideale Impulsgeber. Sie ermöglichen dem Zuhörer / Leser / Gesprächspartner selbst zur Brücke in sein Leben zu werden und den individuellen Kontext herzustellen, wenn er es möchte!

Was fasziniert mich an Märchen?
Sie beruhigen den natürlichen Widerspruchs­geist des Menschen: „Das geht nicht weil …“ Jeder hat seinen Frieden, wenn das, was in „seiner“ realen Welt nicht möglich ist, in der fiktionalen Welt funktioniert. Damit erhöht sich die Chance mit Offenheit weiterzulesen und in die Geschichte einzutauchen. Den besonderen Reiz entfaltet ein Märchen in dem fließenden Übergang zwischen Realität und Fiktion, wobei der Leser die Zuordnung selbst vornimmt.

Märche, fiktionale Geschichten bieten eine gute Grundlage, um aus Denkmustern auszusteigen. Sie erhöhen die Bereitschaft themenbezogenen Gedankenreisen zu unternehmen und eröffnen die Möglichkeit neue Perspektiven zu gewinnen.

Haben Sie Zeit und Lust für besondere Impulse?
Lassen Sie sich von einer Abenteuergeschichte und ihren Metaphern fesseln und erleben Sie, wie der in der Märchenwelt erlernte Umgang mit Veränderungen und Herausforderungen Impulse für das reale Leben geben kann.

Tauchen Sie ein in die zauberhaft reale Welt einer turbulenten Familiengeschichte, die das Leben schreibt und entdecken Sie, wie das Mädchen mit den Zauberhänden lernt, die Herausforderungen ihres täglichen Lebens zu meistern, verborgene Schätze findet und letztlich zur „Gedankenbeherrscherin“ und Gestalterin ihrer Welt wird.

Viel Freude auf einer Entdeckungsreise
Learning Journey besonderer Art:
www.zauberhaende.eu

7 Impulse zum Entdecken, Erforschen, Schätze sammeln
Anregung: Nehmen Sie sich Zeit, z. B. für jeden Impuls eine Woche. Spricht Sie ein Impuls an? Probieren Sie es einfach aus. Seien Sie aufmerksam und beobachten wie ein Detektiv was passiert. Was auch immer es sein mag. Notieren Sie Ihre Erfahrungen, Gedanken, Gefühle, Empfindungen ohne diese zu bewerten, so als seinen Sie ein Detektiv der seinem Auftraggeber berichtet:

Was zaubert ein Lächeln auf Ihr Gesicht?

Einen Moment innehalten, still sein. (Wenn Sie möchten, schließen Sie sanft die Augen und achten auf ihren Atem. Finden Sie heraus, was Ihnen gut tut. Nur darauf kommt es an.)

Den Zauber der Natur entdecken und sei er noch so klein: Sehen Sie genau hin.
(Welche Wirkung können Sie entdecken: Gedanken, Gefühle, körperlich sichtbar)

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Fehler gemacht. Wie gehen Sie mit sich um? Welche Gedanken haben Sie über sich? Würden Sie genauso reagieren, wenn eine andere Person z. B. ihr/e Freund/in den gleichen Fehler gemacht hätte? Wären Sie verständnisvoller mit anderen als mit sich selbst? Wenn Sie möchten, probieren Sie etwas aus: Versuchen Sie zu sich selbst genauso freundlich und verständnisvoll zu sein, wie dem Freund gegenüber. … Der freundliche Umgang mit sich selbst ein Übungsfeld?

Aufmerksamkeit schenken. Vielleicht geht es Ihnen auch manchmal so: Im geschäftlichen Kontext oder wenn Sie neue Bekanntschaften schließen, sind Sie aufmerksam, nehmen Ihr Gegenüber wahr, schauen ihn/sie an, hören zu. Schenken Sie die gleiche Aufmerksamkeit den Menschen, mit denen Sie täglich zusammen sind? Wie steht es mit Ihrem Partner, Ihren Kindern …? Experiment: Schenken Sie jeden Tag mindestens einer Person Ihrer Wahl volle Aufmerksamkeit und erleben was passiert. (Testphase eine Woche lang mindestens 1 Minute … darf verlängert werden!) Welche Gedanken, Gefühle und Reaktionen können Sie an sich und an ihrem Gegenüber beobachten … und wie ein Detektiv berichten?

Schenken Sie sich Aufmerksamkeit. Was tut Ihnen gut? Was ist Ihnen wichtig?
Was wünschen Sie sich tief in Ihrem Herzen? Hören Sie sich zu! …

Wofür sind Sie dankbar? (Wenn Sie an Dankbarkeit denken, wo spüren Sie Dankbarkeit im Körper?

Lassen Sie Ihre Hand bei dem Gedanken an Dankbarkeit ihre Position finden)

Ich wünsche Ihnen viel Freude
und Inspiration.

Seit dem Spätherbst haben wir eine Hütte in den Bergen. In dieser Hütte gibt es einen Backofen, der vermeintlich alles kann. Er hat unzählige Programmfunktionen: Backen, Grillen, Dampfen …

Nun stand ich mit meinem Baguette vor dem Ofen, legte es hinein, schloss die Tür und versuchte, mit Hilfe einer mehrseitigen „Kurz“-Anleitung den Backofen dazu zu bewegen, das Baguette aufzubacken. Nach einigen vergeblichen Versuchen dachte ich: „Eigentlich wollte ich nur ein Baguette aufbacken und kein Ingenieurstudium absolvieren.“ Schließlich nahm ich das Baguette unverrichteter Dinge wieder heraus und toastete es.

Neue Besuche in unserer Berghütte, ein neuer Anlauf. Letztlich gab es immer wieder getoastete statt aufgebackener Brötchen oder Brot. Weihnachten im Winter-Wonderland stand vor der Tür und ich hatte mich mit „diesem blöden Ding“ immer noch nicht angefreundet. Heiligabend und unser Festtagsmenü rückten näher.

Ich hatte ein schönes Stück Truthahn mitgebracht und wollte es – in diesem Ofen – braten! Für unser Weihnachtsessen brauchte ich unbedingt einen gut funktionierenden Backofen. Um sicherzugehen, dass dies reibungslos klappte, plante ich einen Test und ermutigte mich mit dem Gedanken: „Das kann ja nicht so schwer sein!“, insbesondere als es mit Hilfe unserer Tochter zumindest gelang, ein paar Frühstücksbrötchen aufzubacken!

Am Nachmittag begann die Testphase. Nach etlichen vergeblichen Versuchen spürte ich, wie Aggressivität in mir hochstieg und dass ich den Ofen am liebsten aus dem Fenster werfen wollte. Ein solches Gefühl kannte ich von mir gar nicht. – Was so ein Ofen alles bewirken kann, oder?

Dieses Gefühl, meine ablehnende Haltung und der tiefe Wunsch, ein leckeres Weihnachtsessen zu kochen, um es mit meiner Familie zu genießen, rüttelten mich auf.
Für einen Moment schloss ich die Augen, hielt inne und sagte dann entschieden: „Stopp!“ zu mir und zu dieser Situation. Nach einer Weile kam mir die Idee, mich lieber einer Yoga-Sequenz zu widmen, anstatt weiter herumzuprobieren.

Gesagt, getan. Schon auf dem Weg nach oben amüsierte ich mich über mich selbst und über den Ofen. Schmunzelnd dachte ich: „Was kann dieser ‚Zauber-Ofen‘ dafür, dass ich vermeintlich mit der Anwendung überfordert bin oder auch einfach keine Lust habe, mich mit den Programmen und Funktionen auseinanderzusetzen? Hat dieser Ofen die Macht, meinen Frieden zu stören? Nein, gewiss nicht, was für ein Unsinn! Es ist einfach nur ein Ofen, der darauf wartet, seine Arbeit zu tun, auch wenn ich den Zauber dieses Ofens noch nicht erfahren habe.“

Mir war bewusst, dass ich sofort in der Lage war, meine Einstellung zu diesem Ofen zu ändern, der Ofen konnte und brauchte gar nichts zu tun. Diese Gedanken und eine Dreiviertelstunde Yoga taten mir sehr gut. Mein „Ofen-Widerstand“ hatte sich in Luft aufgelöst.

Zum Abendessen gelang es mir, diesem Ofen ein perfekt gebackenes Baguette zu entlocken und am Heiligen Abend brachte dieser „Zauber-Ofen“ ein besonders knusprig gebratenes Stück Puter hervor! Was für ein besonderes Geschenk für mich! Seither habe ich Frieden mit dem Ofen geschlossen und bin bereit, weitere Programme und den wahren „Zauber“ des Ofens zu entdecken. Naja, vielleicht fliegt er nun doch nicht aus meiner Küche raus und darf auch nach dem Umbau bleiben!

DANKE!

Herzliche Grüße

Marion Rosenkranz

Nachwort:

Wenn ich mit ein wenig Abstand auf meine Zauber-Ofen-Erfahrung schaue, entdecke ich weitere Facetten dieses besonderen Geschenks. Es sind Fragen, die wie kleine Wegweiser aus einer Schatzkiste heraus funkeln.

Viel Freude beim Blick in meine Schatzkiste …

  • Was gibt es für Dich zu lernen?
  • Wovor drückst Du Dich vermeintlich und merkst dies oft nicht einmal?
  • Spüre in Dich hinein: Wozu hast Du überhaupt keine Lust …?
  • Bist Du bereit? Betrachte den Widerstand … ohne zu beurteilen oder zu bewerten.
  • Sei offen, lerne. Du kannst es! Du kannst Dir einen Überblick verschaffen, wenn Du dazu bereit bist!
  • Bist Du dazu bereit?
  • Wozu genau bist Du bereit?
    Und dann: halte inne, sei still und mach einfach!

Nun kann ich meine Schatzkiste schließen und sie bewahren oder ich schaue mir die Schätze näher an, nehme sie in die Hand und – lasse sie mein Leben bereichern! Es geht auch ohne Lust dazu! 😊

Wer weiß, vielleicht findest auch Du einen kleinen Schatz!

Drei große weiße Vögel auf der Wiese vor unserem Haus zogen mich bei jedem Gassigehen mit unserem Hund in den Bann. Ich fragte mich: „Wer seid ihr? Wo kommt ihr her?“
Sie waren viel zu klein und zu weit weg, um als Nicht-Vogel(er)kenner durch bloße Wahrnehmung einer Silhouette und des Verhaltens weiter zu kommen. Ich fragte mich:
„Ein Storch?“ Nein, da fehlten der lange Schnabel und die roten Beine.
Ein Albino-Fischreiher? Sie verhalten sich ähnlich … sind größer, aber wohl nicht gleich drei davon?
Erfüllt von diesem schönen Bild nahm ich die Frage mit auf meinen Spaziergang.
Plötzlich kam mir eine Idee: „Kranich.“
„Kranich?“ Der Begriff war da, aber kein Bild. Ich lächelte und war gespannt. Diesen Begriff nahm ich mit nach Hause und erzählte meinem Mann davon. Ein Gespräch mit ihm brachte mich auf die Idee, ein Foto von oben aus dem Fenster zu machen, um mehr sehen zu können.
Gesagt, getan.
Dann gab ich bei Mr. Google „weißer Kranich“ ein und erhielt sofort bestätigende Fotos. Die weißen Kraniche werden auch als Silberreiher bezeichnet … ich tauchte voller Interesse ein und lernte:
Es sind Gäste, die mittlerweile in Deutschland gern ihr Winterquartier einnehmen. Sie haben gelernt, ihren Speiseplan von Fisch auf Wühlmäuse zu erweitern …
Dankbar und voller Freude klappte ich meinen Laptop zu, hielt einen Moment inne.
Da war es wieder … und Du hast es sicher auch schon häufig erlebt:
Still sein und eine Frage mit auf den Weg nehmen … dann kommt die Idee, die Du brauchst. Mühelos. Der Idee folgen, weiter in dich hineinlauschen, aber auch anderen zuhören … Die Antwort auf Deine Frage oder auch die Lösung für ein Problem ist da! Auch wenn es manchmal nicht so schnell geht und etwas mehr Geduld erforderlich ist.
… Und wie froh war ich, dass unser Teich im Winter abgedeckt ist! So blieb beim späteren Besuch dieser Drei an unserem Teich der Speiseplan ohne leckeren Fisch – zumindest nicht aus unserem Teich. Ich schmunzelte. Winterquartier? … Dann dürften sie im Frühjahr wieder in ihre Heimat geflogen sein!
DANKE!

Herzliche Grüße
Marion Rosenkranz

Gemeinsame Teestunden sind immer etwas Besonderes für mich (einladung-zur-teestunde). Aber was ist mit einer Teestunde mit mir allein?

Diese Frage stellte ich mir heute Morgen, als ich unsere Küche betrat. Zunächst war ich versucht zu unserem Kaffeeautomaten zu gehen, um ihn automatisch zu starten und mir einen Kaffee Crema zu kochen. Nach einem amüsierten Stopp und der Frage, ob ich wirklich wirklich den Tag mit einem Kaffee beginnen möchte, drehte ich um und ging zum Wasserkocher, füllte ihn auf und schaltete ihn an. Einen Kaffee wollte ich nicht wirklich trinken, mir war eher nach einer Tasse Tee.

Ich liebe den frühen Morgen und die Zeit zum Lesen, Denken, Schreiben, Meditieren, wenn die Welt … und die Familie noch schläft.
Das Teewasser kochte, beschwingt holte ich meine „Zauberhände-Hörbuch-Lieblingstasse“ aus dem Schrank, einen Beutel Kräutertee und groß das heiße Wasser in die Tasse. Als meine Hände den warmen Teebecher umschlossen und ich mich an diesem kühlen Novembermorgen auf die warme Heizung setzte, wurde mir bewusst: Eine Teestunde mit Dir allein kann auch etwas ganz Besonderes sein, nur anders – genieß es!

Und ich tat es! Die wohlige Wärme durchflutete mich, der Duft des Tees inspirierte mich … In Stille genoss ich bewusst meinen Tee Schluck für Schluck. Einfach nur da sein. Teetrinken, ohne etwas vermeintlich tun zu müssen. Raum und Zeit Gedanken auf die Reise zu schicken, Raum um zu spüren, was es zu spüren gibt, Raum für Dankbarkeit, Stille und Freude …

DANKE. Was für eine Begegnung am frühen Morgen!

Wer weiß, vielleicht lädst auch Du Dich zu einer Tee- oder auch Kaffeestunde ein. In diesem Sinne wünsche ich allen eine wunderbare kleine Auszeit.

Herzliche Grüße
Marion Rosenkranz

Dieses Jahr ist ein Ausnahmejahr – wie jedes Jahr – doch nur anders, äußerlich einschränkend, limitierend, das Sozialleben einschränkend. Corona hat in diesem Jahr unser Leben verändert … nun der verlängerte Teillogdown bis zum10. Januar 2021 Einschränkung Familienfeiern an Weihnachten …

An der äußeren Situation, an den Reglementierungen, die COVID 19 mit sich bringt können wir nichts ändern, aber Du kannst denken was Du willst, entscheiden, wie Du mit der Situation umgehst, wie Du Dein Leben gestaltest und inwieweit Freude in Deinem Leben fließt.

Das dachte sich auch unsere Tochter Janine. Seit Jahren ist es ihre Aufgabe und Freude unseren Weihnachtsbaum zu schmücken. Bisher schmückte sie jedes Jahr unseren Weihnachtsbaum direkt vor der Weihnachtsfeier für unsere Firma, die sonst kurz vor Weihnachten stattfand. Danach zog der Weihnachtsbaum in unser Wohnzimmer und wurde umdekoriert, um ihn auch als Familienweihnachtsbaum in voller Schönheit erstrahlen zu lassen. Corona hat in diesem Jahr wie bei so vielen anderen die Weihnachtsfeier gestrichen.

Unsere Tochter hatte eine wunderbare Idee …

Bereits zum ersten Advent stellten wir den Weihnachtsbaum im Foyer unserer Firma auf, suchten unsere Kisten mit Weihnachtsdeko, Kugeln, diverse Lichterketten heraus und dann begann Janine am Nachmittag des ersten Advents damit den Weihnachtsbaum zu schmücken. Zwischendurch stattete ich ihr bewundernde Besuche ab, schaute und genoss diese besonderen Weinachtsmomente:

Unser Tochter war im „Baumschmücken“ versunken, ganz eins mit dem was sie tat. Voller Liebe, Freude und einem sanften Lächeln auf dem Gesicht, jeden einzelnen kleinen Draht an den Kugeln ordnend und empfindend wohin die einzelne Kugel aufgehängt werden wollte … dabei lief auf Spotify ihre Playlist mit Weihnachtsliedern. Momente voller Ruhe, Frieden, inniger Freude, Momente der Meditation ohne zu meditieren. Einen Momente des Einsseins mit dem was ist. …

Voller Dankbarkeit wurde ich als Beobachterin Teil dieser wunderbaren Momente und durfte bei meinen „Besuchen“ miterleben wie die Tanne Stück für Stück zu einem verzaubernden Weihnachtsbaum erwachte. Soooooo ein schöner Baum! DANKE!

Wahre Weihnachtsmomente – Momente die mich tief berührten, ohne zu berühren und viel Freude in mir entfachte.

 

Am nächsten Morgen war Janine die Erste im Büro, machte das Licht an und ließ den Baum in voller Schönheit erstrahlen. Und? Ihre KollegInnen freuten sich genauso wie sie es sich gewünscht hatte und wurde sie gelobt. … Unsere Tochter wollte mit dem geschmückten Weihnachtsbaum Freude schenken und das gelang ihr auf wunderbare Weise.

In dieser ersten Advents-Woche leuchtete der Weihnachtsbaum den ganzen Tag für alle, die im Büro arbeiteten oder zu uns kamen. Dieses Da-sein und das Leuchten des Weihnachtsbaums löste Dankbarkeit, Freude, Rührung und bei manch einem Erstauen aus. Der wunderschön geschmückte Weihnachtsbaum zaubert(e) bei jedem der ihn (sieht) sah ins Lächeln aufs Gesicht …

Viel Freude beim Entdecken Deiner Weihnachtsmomente. Sie sind da, auch wenn Du sie noch nicht gesehen hast. … und – wenn Du es möchtest, kannst Du sie gestalten!

In diesem Sinne wünsche ich Euch viele Weihnachtsmomente.

Liebe Grüße
Marion Rosenkranz

Eine Teestunde ist für mich etwas ganz Besonderes.

Es bedeutet einen Moment den Alltag zu unterbrechen, um gemeinsam mit (einem) lieben Menschen eine Tasse Tee zu trinken. Diese Momente sind besondere Geschenke. Ich verbinde damit:

  • Zeit füreinander und miteinander zu haben – sei es auch nur für den Moment einer Tasse Tee, um zusammen zu sein,
  • sich auszutauschen über das was uns berührt, was uns wichtig ist oder uns gerade beschäftigt …
  • eine Einladung Neues zu entdecken – was auch immer es sein mag.
  • Eine Zeit in der wir einander sehen, wahrnehmen, aufmerksam sind – nicht nur im Vorbeigehen.

Wie gern erinnere ich mich an gemeinsame Teestunden mit meiner Mutter. Meine lebendigen Erinnerungen reichen bis in mein Teenageralter zurück. Es gehörte zu meinen Aufgaben das Teewasser zu kochen, den losen schwarzen Tee in ein Teeei zu füllen, es in die wunderschön verzierte alte silberne Teekanne hineinzuhängen und das Wasser aufzugießen. Bis der Tee fertig gezogen war holte ich den dunkelbraunen Krusten-Kandis und die Sahne aus dem Schrank und stellte beides mit zwei schönen Teetassen auf den Tisch. Der Duft des Tees durchströmte die Küche während wir uns übers Eck an den Küchentisch setzten. Mit einer Zuckerzange angelte ich für uns Stücke Kandiszucker heraus, die etwas von von einem kleinen Felsbrocken hatten und legte sie in unsere Tassen. In Gedanken höre ich noch das leise Knistern des zerspringenden Kandiszuckers in den Tassen, das entstand als ich den heißen Tee hineingoss. Ein Schöpflöffelchen Sahne malte kleine Wolken in den Teetassen, ganz so wie es in Norddeutschland üblich ist.

Was für ein Beginn einer Teestunde – ein wunderbarer Moment auf den vertraute Gespräche folgten, die mich tief berührten … An das, worüber wir sprachen kann ich mich nicht mehr genau erinnern, aber das warme wohlige Gefühl, das mit den Gesprächen verbunden war erfüllt noch immer in mein Herz wenn ich daran denke!

Die Zeit hat sich geändert. Meine Mutter lebt schon viele Jahre nicht mehr, unsere Tochter ist über 20 Jahre alt, ich trinke lieber Rooibuschtee ohne Kandis und ohne Sahne und erfreue mich an der wunderschönen Farbe des heißen Tees in meiner Lieblingstasse. Das was geblieben ist, ist das Ritual einer gemeinsamen Teestunde mit unserer Tochter. Nicht jeden Tag, aber immer wieder. Diese Teestunden sind kleine Schätze für Mutter-Tochter-Gespräche. … Wunderbar!

Wie gern lade ich zum Tee oder auch einer Tasse Kaffee ein …!

In diesem Sinne wünsche ich Euch viele gemeinsame Teestunden mit Menschen, die Euch am Herzen liegen oder dort noch einen Platz finden w(s)ollen – sei es Privat oder im Beruf! … und lebendige Erinnerungen an diese besonderen Momente.

Herzliche Grüße

Marion

Wie jeden morgen sitze ich bei einer Tasse Kaffee mit Notizbuch und meinen Büchern in unserer Küche auf der Eckbank und genieße meine stille Stunde bevor der Tag beginnt.

Eine Weile hatte ich schon das intensive Rufen von Kohlmeisen wahrgenommen. … Jetzt schaute ich hoch und sah auf der Armlehne unseres Gartensessels eine Kohlmeise. Ich hatte das Gefühl, dass sie durch ihre Rufe und ihre wahrlich bewegende Präsenz vor meinen Augen versuchte meine Aufmerksamkeit zu erlangen.

Es gelang ihr! Wir schauten uns an und sie berührte mich, mein Herz. Dann sah ich mich um und entdeckte, dass die kleine Futterstation im Hibiskusbusch leer war … schließlich hatten wir Frühling … dennoch ich fühlte mich aufgefordert, ihr das zu geben was sie brauchte, stand auf um Futternachschub zu holen und befüllte mit einem Lächeln auf den Lippen die „Station“.

Zurück an meinem Platz in der Küche schaute zum Futterhäusle und entdeckte … die Meise. Sie hatte sich eine Erdnuss geholt und pickte auf ihr herum … Ein warmes Gefühl der Freude und Dankbarkeit durchflutete mich in diesem wunderbaren Moment – bis sie davonflog.

Diese kleine Meise berührte mich mit dem Zauber der Natur … und trug mich durch den Tag …

Und sobald ich daran denke zaubert sie ein Lächeln auf mein Gesicht.

Danke.

Da ist er wieder dieser Ruf, der alles durchdringt und in den Lüften widerhallt. Ich kann nicht anders, unterbreche das, was ich gerade tue, halte einen Moment inne und richte meinen Blick in den Himmel. Welch eine Majestät zieht ihre Kreise am Himmel … nicht einer ist es! Diesmal hat Freunde mitgebracht. Wie wunderschön, wie sie sich mit ihren mächtigen Flügeln kraftvoll und leicht in die Lüfte des stahlblauen Himmels emporheben lassen, ruhig dahingleiten, immer höher steigen bis mein Auge sie kaum noch sehen kann. Aber ich höre ihren Ruf, der mich in ihrem Bann hält. Wie gern würde ich mich wie sie von warmen Sommerwind und den Strömungen empor tragen lassen, mich zu ihnen gesellen – mühelos mit ihnen meine Kreise am Himmel ziehen … !

Amüsiert nehme ich zur Kenntnis, dass sich mein Körper wohl kaum wie der, des majestätische Milans ohne ein Gefährt in die Lüfte emporheben lässt!

Aber meinen Gedanken kann ich Flügel verleihen, ihnen gestatten sich wie der Rote Milan mühelos emporzuheben, um frei ihre Kreise zu ziehen! … um später mit einem weiten und offenem Blick zurückzukehren.

DANKE für diesen Moment, der mich tief berührt und trägt.

Wer weiß,

vielleicht hörst auch Du den Ruf des Roten Milans,

vielleicht lässt auch Du dich vom „König der Lüfte“ empor tragen?!

Es ist noch dunkel als Ma viel zu früh für einen Sonntagmorgen leise aufsteht, sich anzieht, durch die dumpf knarrende Schlafzimmertür schlüpft und wie auf Samtpfoten leichtfüßig und beschwingt die Treppe hinabläuft. Minka ihre schwarze Katze steckt den Kopf aus der Küchentür und empfängt sie schnurrend. Ma betritt die Küche und setzt sich lächelnd neben ihre Katze auf den kalten Boden, um sie streichelnd zu begrüßen.
Noch liegt der Duft von Weihnachtsplätzen und Lebkuchen in der Luft, die sie zusammen mit ihrer Tochter Maja gebacken hat. Ma steht lächelnd auf, geht zum Küchentisch, legt ihr Notizbuch, ihren Stift ab und zündet zwei der Kerzen an, die auf dem Tisch stehen. Dann kocht sich eine Tasse Kaffee und setzt sich auf die kniehohe warme Heizung. Minka schmiegt sich dicht an ihre Beine und kuschelt sich laut schnurrend an Ma’s linken Fuß.
Ma’s Hände umschließen die Tasse mit warmen Kaffee, an der sie noch einmal genußvoll riecht bevor sie einen kleinen Schluck trinkt. Sie liebt diese Momente der Ruhe, Momente in denen sie nur die Stille und das leise Schnurren ihrer Katze hört; einfach, da zu sein, wo sie gerade ist. Mit einem Herz voller Dankbarkeit lächelt Ma während sie in die Weite des Tales hinabschaut ohne es zu sehen und einen weiteren Schluck … und einen weiteren Schluck ihres Kaffees genießt.
Nach einer Weile steht Ma auf, geht von Minka umschmeichelt zum Küchentisch und setzt sich auf die Eckbank vor dem alten Kachelofen, der noch immer eine wohlige Wärme abstrahlt. Sie schlägt ihr Notizbuch auf, nimmt ihren Bleistift und schreibt:
„Sei liebevoll und freundlich …
Was bedeutet liebevoll und freundlich?
Für mich?
Im Umgang mit anderen?“
Diese Fragen beschäftigen Ma schon eine Weile. Sie denkt nach … denkt an Situationen, in denen sie mit anderen Menschen liebevoll und freundlich umging, sah sich und die anderen glücklich und erlebte die Gefühle noch einmal!
Dann ziehen Wolken auf, es kommen ihr Situationen in den Sinn in denen sie gerade im Kreise ihrer Familie gar nicht liebevoll und freundlich war … Wenn sie diese Situationen so Revue passieren lässt, war sie so manches Mal genervt, hatte einen gereizten Ton, … Mit diesen Situationen kommen Gedanken und die damit verbundenen Gefühle, die ihr Unwohlsein bereiteten. Doch Ma bleibt dabei auch diese Situationen, diese Gedanken und Gefühle wie als Zuschauer eines Bühnenstücks zu betrachten, läuft nicht davor weg und widersteht dem Impuls sich angenehmeren Situationen zu widmen.
Sie fragt sich: Warum bin ich manchmal gerade den Menschen gegenüber, die ich Liebe ungeduldiger, abwehrend oder gereizt? Gerade sie haben es anders verdient … Sie ist versucht einen „Schuldigen“ zu suchen … Nein, das wollte sie jetzt nicht, sie überlegt weiter und stellt fest, dass sie in manchen Situationen, auf Worte und auf Verhalten anderer automatisch reagierte. Immer wieder … Sie hält inne.
Mit einem Lächeln auf den Lippen zeichnet sie ein Stop-Schild in ihr Notizbuch und schreibt daneben: Erst stoppen, dann reagieren … dann agieren. Dieses agieren kann – muss aber nicht – liebevoll und freundlich sein.
Oh je, da ist es wieder dieses Glücksgefühl etwas für sich herausgefunden zu haben, das von einem Weghmutsgefühl begleitet wird. Kein Opfer der Umstände? Sondern ein Lebensgestalter? Eine gute und schlechte Feststellung zugleich. Ja es ist und bleibt auch so: „Du kannst die Situation, die Worte oder das Verhalten anderer nicht ändern … aber was Du darüber denkst, wie du damit umgehst, darauf reagierst, kannst allein Du entscheiden!“
Ma nimmt sich vor gerade im Umgang mit ihrer Familie stets ein „Stop-Schild“ dabei zu haben, etwas Neues auszuprobieren – aber mit Herz. Plötzlich öffnet sich schwunghaft die Küchentür und reißt sie aus ihren Gedanken. Ma schaut überrascht zur Tür.
Ihre Tochter Maja stürmt freudig hinein. Sie fragt mit einem etwas erschrockenem Blick und stammelt: „Du schreibst …?“
„Ja, ich schreibe,“ antwortet Ma liebevoll und freundlich, während sie ihren letzten Satz mit einem Punkt beendet. Sie schließt ihr Notizbuch, legt es zusammen mit ihrem Bleistift zur Seite, richtet ihren Blick mit einem strahlenden Lächeln auf ihre Tochter und antwortet freudig: „… und jetzt bist Du da!“ – Was für ein besonderer Moment denkt Ma als sie ihrer Tochter einen guten Morgen wünscht und in die Arme schließt.
Danke.

Marion Rosenkranz

MaJa’s kleine Geschichten
Das Mädchen mit den Zauberhänden … fortgeschrieben

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